Trotzdem dulden die damit verbundenen Formalitäten keinen Aufschub. Ein wichtiges Thema ist der Erbschein, der einige Angelegenheiten erleichtert. Aber nicht immer ist er notwendig.

Erst damit werden Sie „juristisch“ Eigentümer. Lediglich im Falle eines notariell beglaubigten Testaments oder Erbvertrags kann auf den Erbschein verzichtet werden. Manchmal verlangt das Grundbuchamt aber trotzdem das Dokument – zum Beispiel, wenn Formulierungen in Testament oder Erbvertrag unklar bzw.
Der Erbschein gilt als amtlicher Beweis für Ihre Legitimität als Erbe. Eine Grundbuchänderung für ein geerbtes Haus ist nur möglich, wenn Sie sich als Erbe ausweisen können. Denn eine Grundbuchberichtigung ist nur mit einem entsprechenden Nachweis möglich. Zusammen mit dem Eröffnungsprotokoll des Nachlassgerichts ersetzen diese Dokumente den Erbschein.
GNotKG (Gerichts- und Notarkostengesetz) richten sich die Gebühren für einen Erbschein nach dem Wert, den der Gegenstand des Verfahrens oder des Geschäfts hat, den so genannten Geschäftswert. Auf das Vorweisen eines Erbscheins kann verzichtet werden, wenn sich z. Erbfolge aus einem dem Grundbuchamt vorliegenden, notariell beglaubigten Testament oder Erbvertrag mit Eröffnungsprotokoll ergibt. Sie brauchen einen Erbschein also nur dann, wenn Sie Ihre Erbenstellung nicht anderweitig nachweisen können oder es Unstimmigkeiten darüber gibt, wer tatsächlich Erbe wird.

